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Thursday, July 9. 2009
Am 15. Oktober bietet udis erstmalig ein Seminar an, dass sich ausschließlich mit Datenschutz in Banken und Sparkassen beschäftigt. Alle Informationen zum Seminar finden Sie - wie gewohnt - auf der Seminarseite: Datenschutz in Banken und Sparkassen. Eine Anmeldung ist ab sofort über unser Anmeldeformular möglich.
Saturday, July 4. 2009
Ein Beitrag von Prof. Dr. jur Armin Herb
Das BDSG ist jetzt im Sommer 2009 durch drei Novellen geändert worden: Am 29. Mai 2009 hat der Bundestag mit der „Novelle I“ (BT-Drs. 16/13219, 16/10581) die Tätigkeit von Auskunfteien und ihrer Vertragspartner (insbesondere Kreditinstitute) sowie das Scoring neu geregelt. Die lange und heftig diskutierte „Novelle II“ ist am letzten Sitzungstag (3. Juli 2009), vom Bundestag verabschiedet worden (BT-Drs. 16/12011 und 16/13657). Es wird zwar kein Datenschutzauditgesetz geben, doch allein im BDSG werden 18 Paragrafen geändert. Stichworte sind: Änderungen des Listenprivilegs beim Adresshandel, Neuregelung für Markt- und Meinungsforschung, opt-in, Koppelungsverbot, Beschäftigtendatenschutz, Auftragsdatenverarbeitung, neue Befugnisse für die Aufsichtsbehörden und neue oder stark erweiterte Bußgeldtatbestände, Informationspflichten bei Datenschutzverstößen, Kündigungsschutz für Datenschutzbeauftragte. Ein Tag zuvor hatte der Bundestag die „Novelle III“ als kleinen Unterpunkt im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie (umfangreiche Änderungen im BGB z.B. zum Darlehensvertrag) den § 29 BDSG um zwei Absätze erweitert. Näheres zu den Novellen: www.datenschutz-kommentar.de
Monday, May 18. 2009
Ähnlich wie es auch Deutschland plant gibt es in Österreich bereits seit 2006 eine Bürgerkarte die den Bürger eine digitale Signatur für Amtsgeschäfte und andere rechtsverbindliche Geschäfts zur Verfügung stellen soll. Die Bürgerkarte enthält ein Reihe von Sicherheitslücken, die erst jetzt bekannt wurden - wie heise online berichtet.
Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Deutschland etwas aus dem Vorfall lernen, und diese Fehler vermeiden.
Friday, May 8. 2009
Wie heise online heute berichtet mißtraut die Mehrheit der Deutschen sowohl Unternehmen als auf dem Staat in Sachen Datenschutz. 72 Prozent der Befragten mißtrauen dem Staat, und sogar 82 Prozent mißtrauen Unternehmen, was den Schutz ihrer personenbezogenen Daten angeht.
Leider sind diese Ergebnisse nicht überraschend, wenn man sich die zahlreichen Datenschutzskandale der jüngeren Zeit, sowie die stete Unterhöhlung der Freiheitsrechte durch den Staat anschaut. Eine Reform der Datenschutzgesetzgebung ist dringend erforderlich, und hierbei sollten nicht Wirtschaftsinteressen das Maß aller Dinge sein.
Monday, May 4. 2009
Der ADAC hat in seinem Clubmagazin "ADAC motorwelt" der geplanten Neuregelung der Datenschutzgesetzgebung eine ganze Seite gewidmet - und vor den Folgen gewarnt. Ein Kommentar dazu:
Praktizierter Datenschutz - der Arbeitsplatzkiller?
Bis zu 300.000 Stellen könnten verloren gehen, schreibt der ADAC in seiner Mitgliedszeitschrift. Diesem hochbrisanten Thema widmet der ADAC in seinem Clubmagazin ADAC Motorwelt eine ganze Seite, sieht man sich doch damit konfrontiert, seine Mitglieder nicht mehr adäquat informieren zu können, da - wie der ADAC richtig feststellt - die Direktwerbung per Post eingeschränkt werden soll.
Jeder Bundesbürger kennt das Problem - tagtäglich hat man zig Werbebriefe bei denen man sich absolut nicht erklären kann, wie der Absender an die Adressdaten kam. Eine Beschränkung dieser ungewünscht zugesandten Werbung wäre wohl wünschenswert - doch was genau ist hier eigentlich für die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes geplant?
Continue reading "Der ADAC gegen den Datenschutz"
Sunday, May 3. 2009
udis teilt die Meinung des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans- Jürgen Papier, der angesichts der jüngsten Datenskandale bei großen Unternehmen vor einem "Supergau des Datenschutzes" gewarnt hat. U.a. berichten Heise online und die Süddeutsche Zeitung über die Diskussion.
Wednesday, March 4. 2009
Aufgrund der gehäuften Nachfragen: Sowohl in der Ausbildung zu zertifizierten, fachkundigen Datenschutzbeauftragten (Beginn: 20. April) als auch in der Ausbildung zu zertifizierten IT-Sicherheitsbeauftragten (Beginn: 23. März) sind derzeit noch Plätze verfügbar!
Monday, March 2. 2009
Wie viele Datenschützer in Deutschland denken auch wir bei udis an Ernst Benda, der am heutigen Montag überraschend im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Denn Ernst Benda war Präsident des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzender des Senats, der am 15. Dezember 1983 das berühmte Volkszählungsurteil gesprochen hatte, welches dem damals noch recht neuen Datenschutz Verfassungsrang einräumte. Erst im vergangenen Dezember hatten wir mit ihm, fast ist man versucht zu sagen, noch in alter Frische, im Karlsruher Rathaus die 25. Wiederkehr des Tages dieses Urteils gefeiert. Um so mehr macht uns die heutige Nachricht betroffen.
Continue reading "udis gedenkt Ernst Benda"
Thursday, February 19. 2009
Mehr als zwei Jahre lang haben udis und die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung (GDD) e.V. an einem gemeinsamen Konzept zur Ausbildung von fachkundigen Datenschutzbeauftragten gearbeitet. Ziel war es, einen Katalog des Wissens und der Fähigkeiten zu entwickeln, der beinhaltet, was Datenschutzbeauftragte immer wissen und können müssen, egal ob sie für einen Kleinbetrieb oder einen Großkonzern tätig sind. Dieser Minimalkatalog legt darüber hinaus fest, wie viel Zeit im Rahmen einer Ausbildung mindestens investiert werden muss, um dieses Wissen und diese Fähigkeiten zu erlangen. Dieser Katalog entspricht im Wesentlichen in Inhalt und Dauer der bisherigen Ausbildung zu geprüften, fachkundigen Datenschutzbeauftragten nach dem Ulmer Modell bei udis.
Bis in alle Einzelheiten ist in diesem Katalog festgelegt, wie viele Unterrichtseinheiten eingesetzt werden müssen, um ein bestimmtes Themengebiet des Datenschutzes zu vermitteln. Zählt man die einzelnen Stunden und Minuten zusammen, ergibt sich zur Erlangung der Fachkunde ein Zeitaufwand von mindestens 120 Unterrichtseinheiten, was einer Ausbildungsdauer von mindestens 15 Seminartagen entspricht. Wohlgemerkt: Es handelt sich hier um einen Minimalkatalog, der je nach dem, in welchem Bereich ein(e) Datenschutzbeauftragte(r) tätig ist, durch zusätzliche Themenschwerpunkte und Ausbildungszeiten ergänzt werden muss.
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